Filmdatenbank
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Verführung von Engeln
Deutschland 2007Engel, Jungs, Männer, anonyme Begegnungen, erste Liebe, Beziehungen und Trennungen. Vier zum Teil preisgekrönte Kurzfilme des jungen deutschen Regisseurs Jan Krüger, die für ein deutsches Kino in konsequenter Autorenfilm-Tradition stehen, das sich im intensiven Austausch mit dem Weltkino befindet und im Ausland als „Nouvelle Vague Allemande“ gefeiert wird.

Traders' Dreams - Eine Reise in die ebay-Welt
Deutschland 2007Die Welt als globales Kaufhaus: Fünf erstaunliche Geschichten rund um den Globus, von Gewinnern und Verlierern, Handeln und Hoffen, Erfolg und Verheißung – und ein aufschlussreicher Ausflug ins Herz der Ebay-Zentrale.

Hostel 2
USA 2007Willkommen zurück in Ihrem schlimmsten Albtraum! Die Fortsetzung des sensationell erfolgreichen Überraschungshorrorhits begibt sich auf die Spur von drei jungen Amerikanerinnen, die während des Sommersemesters in Rom Kunst studieren. Bei einem Wochenendausflug werden sie in das berüchtigte slowakische Hostel gelockt. Schon bald erfahren sie das düstere Geheimnis dieses Ortes und seiner internationalen Pendants äußerst schmerzhaft am eigenen Leib – und erleben die Hölle auf Erden.

Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis
Großbritannien 2007Nicholas Angel (Pegg) ist vielleicht der beste Polizist Londons. Er lässt nichts durchgehen, niemanden entwischen und leider mit einer 400prozentigen Aufklärungsrate auch seine Kollegen schlecht aussehen. Mit einer Beförderung wird Angel ins verschlafene Sandford abgeschoben, wo Ladendiebstahl und entlaufene Schwäne zu den Höhepunkten im Dienst gehören. Hinzu kommt mit dem naivübereifrigen Danny Butterman (Nick Frost) ein neuer Partner, der ihm anfangs gehörig auf die Nerven geht. Und gerade als Angel schon kurz davor ist, sich seinem trübsinnigen Schicksal zu ergeben, sorgen ein paar schaurige und nach Mord riechende Unfälle für das Einsetzen seiner Instinkte. Mit Danny im Schlepptau beginnt Angels Mission, Sandford aus seinem friedlichen Schlaf wachzurütteln - wenn nötig mit quietschenden Reifen, Sirenengeheul und der einen oder anderen Schießerei. Nach dem Kult- und Kassenerfolg der romantischen Zombiekomödie "Shaun of the Dead" haben sich Edward Wright und Simon Pegg mit "Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis" ein neues Genre vorgenommen. Mit dieser Cop-Krimi-Parodie zeigen sie den Fans von Actionklassikern wie „Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis" und „Stirb langsam" worauf es ankommt, denn hier geht es richtig zur Sache.

Irina Palm
Belgien/Großbritannien/Deutschland 2007„Hostess gesucht, verkündet das Schild am Eingang einer Rotlicht-Bar in Soho. Die naive Maggie hat keinen Schimmer, was sich hinter diesem Jobangebot verbirgt – aber sie braucht dringend Geld für die medizinische Behandlung ihres Enkels und so bewirbt sie sich kurz entschlossen bei dem verblüfften Besitzer des Etablissements. Überraschenderweise erweist sich ihre rechte Hand als höchst begabt: Schon bald genießt Maggie unter dem Künstlernamen „Irina Palm“ in einschlägigen Kreisen einen legendären Ruf. Zu Hause, in ihrem Londoner Vorort überrascht die flotte Witwe die Freundinnen aus der Nachbarschaft mit ihrer neuen Karriere. Und schließlich bietet das Leben ihr sogar noch die Aussicht auf eine neue Liebe – an einem Ort, wo man sie am allerwenigsten vermutet…

Das MfS - Alltag einer Behörde
Deutschland 2002Das Ministerium für Staatssicherheit - Alltag einer Behörde Der Film ist eine der wenigen dokumentarischen Auseinandersetzungen mit dieser Thematik, ist keine investigative Spurensuche mit sensationellen Enthüllungen, sondern ein Film über Menschenbild, Selbstverständnis und Rechtfertigungsstrategien der Stasi – erzählt von den Tätern selbst. Dokumentarfilm

Ocean's 13
USA 2006Wenn Oceans Team abrechnet, macht es Kassensturz: Jemand zahlt. Und jemand stürzt. Danny Ocean (George Clooney) und seine Jungs können sich nur einen einzigen guten Grund vorstellen, den ehrgeizigsten und riskantesten Casino-Bruch aller Zeiten in Angriff zu nehmen: Sie müssen einem der Ihren beistehen. Doch diesmal brauchen sie mehr als nur Glück, um „Die Bank“ zu sprengen. Der skrupellose Casino-Besitzer Willy Bank (Al Pacino) hätte sich nie träumen lassen, dass seine Chancen denkbar schlecht stehen: Er hat nämlich Danny Oceans Freund und Mentor Reuben Tishkoff (Elliott Gould) übers Ohr gehauen – jetzt liegt der verzweifelte Reuben im Krankenhaus, sein Zustand ist kritisch. Doch Bank hat sich verrechnet. Einen von Oceans Original-Elf hat er zwar ausgeschaltet, aber die übrigen nicht. Und die haben jetzt ein gemeinsames Ziel: Sie wollen es Bank heimzahlen – genau an jenem Abend, an dem er seinen größten Triumph feiern will: die Eröffnung seines neuen Casinos, dass passenderweise „Die Bank“ heißt. Oceans Männer entwickeln eine zweigleisige Strategie. Zunächst werden sie ihn finanziell ruinieren, indem sie das Prinzip auf den Kopf stellen, dass das Casino immer gewinnt. Doch dabei geht es nur um Geld. Der K.O.-Schlag soll ihn dort treffen, wo es am meisten wehtut: Bank genießt den Ruf als einziger Hotelier, der für jedes seiner Hotels mit den fünf Diamanten des Royal Review Board ausgezeichnet worden ist. Ein komplizierter Plan – die Durchführung ist gefährlich und praktisch unmöglich… doch wenn es um einen der Ihren geht, gibt es kein Zurück. In „Ocean’s Thirteen“ wieder dabei sind George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Andy Garcia, Don Cheadle, Bernie Mac, Casey Affleck, Scott Caan, Eddie Jemison und Shaobo Qin sowie Carl Reiner und Elliott Gould. Neuzugänge sind Al Pacino als Willy Bank und Ellen Barkin als seine rechte Hand Abigail Sponder. Warner Bros. Pictures präsentiert zusammen mit Village Roadshow Pictures die Jerry Weintraub / Section Eight-Produktion „Ocean’s Thirteen“. Steven Soderbergh inszeniert das Drehbuch von Brian Koppelman und David Levien. Jerry Weintraub produziert, Susan Ekins, Gregory Jacobs, Frederic W. Brost und Bruce Berman verantworten den Film als Executive Producers. Hinter der Kamera wirken Produktionsdesigner Philip Messina, Cutter Stephen Mirrione, Kostümbildnerin Louise Frogley und Filmkomponist David Holmes.

The Namesake - Zwei Welten, eine Reise
USA 2006Ashoke (Irrfan Khan) und Ashima Ganguli (Tabu) sind ein bengalisches Ehepaar, das kurz nach seiner arrangierten Hochzeit Kalkutta verlässt, um fortan in New York zu leben. Als sie für ihren neugeborenen Sohn einen Namen finden müssen, entscheidet sich Ashoke spontan für ‚Gogol’, den Namen des berühmten russischen Schriftstellers. Der Name soll ein Bindeglied zwischen einer geheimen Vergangenheit und einer besseren Zukunft sein. Doch das Leben gestaltet sich für Gogol (Kal Penn) nicht so einfach: Er lebt das Leben amerikanischer Teenager mit allen seinen Sitten und Gebräuchen und ist doch zu Hause immer wieder mit seiner bengalischen, traditionellen Familie und deren Werten konfrontiert. Mit der Beziehung zu der jungen Amerikanerin Maxine (Jacinda Barrett) scheint Gogol endgültig mit den Familientraditionen zu brechen, doch als sein Vater überraschend stirbt, entscheidet er sich für seine bengalische Identität und trennt sich von seiner Freundin. Die Trauer bringt ihm die Familie näher und kurz darauf heiratet er Moushumi (Zuleikha Robinson), die wie er aus Indien stammt. Doch schon bald muss Gogol erkennen, dass gemeinsame Wurzeln allein nicht als Basis für eine Liebesbeziehung ausreichen. Währenddessen trifft Ashima zum ersten Mal in ihrem Leben eine eigene Entscheidung: In Zukunft wird sie die eine Hälfte des Jahres in Indien verbringen und die zweite Hälfte bei ihren Kindern in Amerika. So gelingt ihr letztendlich ein Brückenschlag zwischen den beiden so unterschiedlichen Kulturen.

Goal II
Großbritannien/Spanien/Deutschland 2007Real Madrid holt den beliebtesten Spieler von Newcastle United zu sich ins Team: Santiago Munez (Kuno Becker). Während seine Verlobte Roz (Anna Friel) ihre gemeinsame Hochzeit in England plant, wird für Santiago der Traum eines jeden Fußballers wahr: das legendäre weiße Trikot zu tragen und mit David Beckham, Zinedine Zidane und Raúl im selben Team zu spielen. Wie viele Fußballlegenden vor ihm, wird ihm im zweiten Teil der Trilogie der Ruhm, der Beifall und das Geld zuteil, das ein Wechsel zu Real Madrid mit sich bringt – aber die Illusion von Glück scheint sich bald in Luft aufzulösen. Innerhalb kürzester Zeit lernt 'Santi' auch die Kehrseite des Erfolgs kennen und läuft Gefahr, alles zu verlieren: seine Karriere, seine Freunde und vor allem Roz...

Golden Door
Italien/Frankreich 2006Sizilien, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Bauernfamilie Mancuso bestellt seit Generationen dasselbe karge Land. Eins mit der Natur und umgeben von den Geistern ihrer Vorfahren wird die harte, unveränderliche Eintönigkeit ihres alltäglichen Lebens einzig durch Geschichten über die Neue Welt und ihre Einwohner unterbrochen: Kartoffeln so groß wie Kutschen, Karotten so lang wie Kanus und Bäume, auf denen Goldmünzen wachsen. Eines Tages trifft Salvatore (VINCENZO AMATO) eine bedeutsame Entscheidung: Er verkauft all sein Hab und Gut um zusammen mit seinen beiden Söhne Angelo (FRANCESCO CASISA) und Pietro (FILIPPO PUCILLO) und seiner Mutter Donna Fortunata (AURORA QUATTROCCHI) über den Ozean in das gelobte Land und in ein besseres Leben zu reisen. Doch um Bürger der Neuen Welt zu werden, müssen die Mancusos ein Stück ihrer alten Identität zurücklassen und eine neue annehmen. Um das „Goldene Tor“ zu passieren müssen sie sich von Land- in Stadtmenschen verwandeln. Traditionelle Gewohnheiten ablegen und archaische Glaubenssätze zurücklassen; körperlich kraftvoll und geistig aktiv sein, lernen zu gehorchen und Loyalität schwören. Diese Metamorphose wird auf Hoher See, bei der Überquerung des „Grande Luciano“, vollzogen. Vier schwierige Wochen an Bord eines Schiffes auf engstem Raum mit vielen unterschiedlichen Menschen, wie der unnahbaren und faszinierenden Lucy (CHARLOTTE GAINSBOURG), von der niemand so genau weiß, woher sie kommt und wohin sie geht. Salvatore fühlt sich sofort zu der geheimnisvollen Schönen hingezogen. Beide träumen von einer besseren Zukunft, in der neuen Welt, Amerika. Es entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte, die am Ende der Reise, auf Ellis Island, ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Ellis Island. An diesem wundervollen und zugleich schrecklichen Ort wird über das Schicksal vieler Familien entschieden. Körper und Geist der zukünftigen Bürger werden von den Hütern der Neuen Welt genauestens inspiziert. Fall für Fall, Millimeter für Millimeter. Über das eigene Schicksal entscheiden andere und nicht jeder ist dazu bestimmt das „Goldene Tor“ zu passieren. Auch Salvatore steht mit seiner Familie am Scheideweg in eine vermeintlich bessere Zukunft. Werden die Mancusos zusammen mit der geheimnisvollen Lucy einen Neuanfang im gelobten Land wagen?

Prinzessinnenbad
Deutschland 2007Klara, Mina und Tanutscha sind fünfzehn. Aufgewachsen bei ihren Müttern in Berlin Kreuzberg kennen sie sich seit ihrer Kindheit. Sie sind beste Freundinnen und teilen dieselben Interessen: Parties, Jungs und das Prinzenbad. Eigentlich sind sie unzertrennlich. Doch an der Schwelle zum Erwachsenwerden, fangen die drei Mädchen an, ihre eigenen Wege in der Welt zu suchen: Klara schmeißt die Schule, Mina möchte mit ihrem Freund zusammen sein und Tanutscha fordert von ihrer Mutter mehr Freiheit. Mit ihrem unverfälschten Charme und ihrer ruppigen und frühreifen Art verschaffen sich Klara, Mina und Tanutscha Respekt und wählen so ihren eigenen Weg. Regisseurin Bettina Blümner gelingt mit ihrem Langfilm-Debut ein faszinierend ehrlicher Einblick in das Leben der Protagonistinnen. Ein eindringlicher Film über das Erwachsenwerden, authentisch und ungeschönt. Dokumentarfilm

Schröders wunderbare Welt
Deutschland 2006Frank Schröder will nur das Beste! Sein Heimatort Tauchritz braucht einen Mann wie ihn - meint er. Ein gigantisches künstliches Tropenparadies soll im Niemandsland des deutsch-polnisch-tschechischen Grenzgebietes entstehen. Der "Lagunenzauber" wird die darbende Region insgesamt wieder auf Vordermann bringen - da ist sich Schröder sicher. Er träumt von einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Er träumt davon, dass in der globalisierten Welt sein Projekt dazu beiträgt, ehemalige Feinde zu vereinen. Diese Vision verkauft er seinem Chef, dem amerikanischen Investor russischer Abstammung John Gregory. Doch Schröder muss erstaunt feststellen, dass offene Grenzen nicht notwendigerweise offenere Menschen schaffen. Die potenziellen Kooperationspartner sind mit ihren eigenen Träumereien beschäftigt: Schröders Vater Theo, der Bürgermeister des Ortes, flüchtet vor seiner angeheirateten schlesischen Familie in den zukünftigen "Hamam" im Keller und sein tschechischer Kollege Janaçeck wittert Konkurrenz für seinen exklusiven Golfplatz. Außerdem muss sich Schröder auch noch mit Onkel Wigbert herumschlagen, der seine Rest-Scholle in Schlesien durch fremde Mächte bedroht sieht.

Söhne
Deutschland 2007Eine deutsch-polnische Liebesgeschichte, die von Nachkriegszeit und Gegenwart einer vergessenen Generation erzählt – der Kriegskinder in Polen und Deutschland, ihren Erlebnissen und Erinnerungen. Vor allem aber ein Film über deutsch-polnische Geschichte, der nationalistischen Ressentiments ad absurdum führt. Den Lauf der Geschichte im individuellen Schicksal einzufangen, erweist sich wieder als Stärke von Volker Koepp. Durch seine Offenheit und Stringenz des Schnittes erreicht der Film eine erzählerische Dichte, mit der der Regisseur an sein Glanzstück „Herr Zwilling und Frau Zuckermann“ anknüpft. Dokumentarfilm

Unbesiegbar - Der Traum seines Lebens
USA 2006Als der Coach des Footballteams „Philadelphia Eagles“ zu einem öffentlichen Probespiel einlädt, ist die ganze Stadt der gleichen Meinung: reine Zeitverschwendung. Auf diese Art findet man doch keinen Profispieler! Niemand rechnet zu diesem Zeitpunkt mit Vince Papale (Mark Wahlberg), einem erfolglosen, 30-jährigen Vertretungslehrer und Teilzeitbarkeeper, der nicht einmal auf dem College im Footballteam gespielt hat. Doch entgegen aller Erwartungen schafft Papale es ins Team und lebt damit den Traum eines jeden Fans, selbst einmal auf dem Spielfeld zu stehen. UNBESIEGBAR basiert auf der wahren Geschichte von Vince Papale, einem Mann der nichts zu verlieren hatte und 1976 sein Footballteam überraschend in die NFL führte. 30 Jahre später verfilmte Regie-Newcomer Ericson Core nun die Geschichte dieses unermüdlichen Motivators, der mit Sport- und Kampfgeist das Unmögliche wahr machte und zum ungewöhnlichsten NFL-Newcomer aller Zeiten wurde. UNBESIEGBAR ist seit „Jerry Maguire“ (1996) der erste Film, der von der amerikanischen Football-Liga NFL voll unterstützt wurde und besticht durch die authentische, fesselnde Football-Szenen.

Valley of Flowers
Deutschland/Schweiz 2006Jalan und seine Bande rauen Karawanen an den höchstgelegenen Pässen des Himalaya aus. Eines Tages taucht die rätselhafte, schöne Ushna auf und schließt sich den Wegelagerern an. Doch trotz des Erfolgs der Raubzüge, der sich durch ihre Hilfe einstellt, weckt die immer intensiver werdende Liebe zwischen Ushna und Jalan böses Blut unter den Männern. Bald schenkt das Paar der realen Welt um sich herum keine Beachtung mehr und überschreitet die Grenze zum Reich des Übernatürlichen. Doch das Schicksal zu betrügen kann nicht ungestraft bleiben.

Zodiac - Die Spur des Killers
USA 2006„Hier spricht Zodiac...“ Der Amoklauf eines Irren, der nie geschnappt wurde; der unfassbare Chiffre-Killer, der das ganze Land in Angst und Schrecken versetzte – Amerikas Gegenstück zu Jack the Ripper. Öffentlich sprach er von 13 Opfern, später von weiteren – zwei Dutzend weiteren. Die Polizei wies ihm sieben Taten nach – fünf dieser Opfer starben. Wie viele Morde der wohl legendärste Serienmörder der USA wirklich beging, wird vermutlich nie ans Licht kommen. In Anlehnung an die wahre Geschichte eines Serienmörders, der den Großraum San Francisco in Atem hielt und jahrzehntelang die Behörden in vier Verwaltungsbezirken mit seinen Chiffren und Briefen verspottete, inszenierte David Fincher nach „Se7en“ (Sieben) und „Fight Club“ (Fight Club) nun den Thriller „Zodiac“. Vier Männer sind von der Jagd auf den Jäger besessen – diese Besessenheit verändert sie völlig und macht sie zu Gespenstern ihrer selbst: Die endlosen Hinweise, die der Killer hinterlässt, dominieren ihr Leben – und zerstören es. Unter den vieren war Robert Graysmith (Jake Gyllenhaal) der Joker. Der schüchterne Zeitungskarikaturist Graysmith hatte nicht die Erfahrung seines abgebrühten und zynischen Kollegen Paul Avery (Robert Downey Jr.), der beim San Francisco Chronicle als Starreporter über Kriminalfälle berichtete. Er hatte auch nicht Averys Beziehungen zur örtlichen Polizei und zum gefeierten, ehrgeizigen Inspector Dave Toschi (Mark Ruffalo) vom Morddezernat oder zu dessen zurückhaltendem, pedantischem Partner Inspector William Armstrong (Anthony Edwards). Aber er hatte etwas, was ihm niemand zutraute: entscheidende Erleuchtungen – die erste am 1. August 1969. Im üblichen Poststapel fand die Redaktion einen unbeholfen geschriebenen Brief an den Chefredakteur. Dieser eine von drei Briefen, die an den Chronicle, den San Francisco Examiner und den Vallejo Times-Herald adressiert waren, ließ die Redaktionen vor Schreck erstarren. „Sehr geehrter Herr Chefredakteur, hier spricht der Mörder…“ von David Faraday und Betty Lou Jensen, die am 20. Dezember 1968 auf der Lake Herman Road in Solano County erschossen wurden, von der am 4. Juli 1969 erschossenen Darlene Ferrin und vom mit dem Leben davon gekommenen Mike Mageau, den der Killer auf dem Parkplatz des Golfplatzes Blue Rock Springs in Vallejo umbringen wollte. Der Mörder nannte seine Opfer nicht beim Namen, listete aber viele Einzelheiten auf, die nur der Polizei bekannt sein konnten. Jede Zeitung erhielt einen Teil einer Chiffre, die – wenn dekodiert – angeblich seine Identität preisgeben sollte. Dann folgte eine Drohung: Veröffentlicht den Brief, oder es werden noch mehr Menschen sterben. Seit Jack the Ripper hatte sich niemand mehr an die Presse gewandt und sie mit Hinweisen auf seine Identität verspottet. Mit Zodiac erreichte die Geschichte mörderischer Psychopathen in den USA eine neue Dimension. Ein Paar in Salinas dekodierte die Botschaft. Doch erst Graysmith, ein enthusiastischer Code-Experte, dechiffrierte ihren verborgenen Inhalt, einen Bezug auf den Kinofilm „The Most Dangerous Game“ (Graf Zaroff, Genie des Bösen) von 1932. Weitere Briefe tauchten auf – mit weiteren Drohungen. Am 27. September 1969 schlug Zodiac wieder zu, getarnt mit einer Kapuze, bewaffnet mit einer Schusswaffe und einem Messer, das in einer Scheide steckte. Damit erstach er Cecilia Ann Shepard, während ihr Freund Bryan Hartnell nur knapp überlebte – das junge Paar hatte am Lake Berryessa in Napa County gepicknickt. Einen Monat später, am 11. Oktober, kam der Killer nach San Francisco. Taxifahrer Paul Lee Stine wurde im vornehmen Viertel Presidio Heights in den Hinterkopf geschossen. Drei Tage später wurde ein fünfter Brief zugestellt, der unheilvollste von allen: Zodiac verkündete, dass die Polizei ihn in jener Nacht hätte stellen können. Was noch schlimmer war: Er hatte Schulkinder im Visier gehabt. Er wollte sie abknallen, wenn sie aus dem Schulbus stiegen. In San Francisco brach buchstäblich Panik aus. Ohne es zu wollen, hatte Zodiac die Detectives Toschi und Armstrong und Reporter Avery über Nacht berühmt gemacht. Kinohelden, die Toschi nachempfunden waren, erwiesen sich als so beeindruckende Rollen, dass drei Schauspieler durch sie zu Stars aufstiegen. Graysmith blieb als Amateur-Kriminologe in seinem Sessel hocken und teilte Avery seine Erkenntnisse mit, wenn der ihm mal zuhörte. Doch Zodiac war ihnen immer einen Schritt voraus, verwischte seine Spuren und spickte seine spöttischen Briefe mit weiteren Drohungen. Und dann wurden sie sehr persönlich. Die Schande verdrängte den Ruhm – Toschi fiel in Ungnade; der frustrierte Armstrong wandte sich anderen Fällen zu; Avery kündigte bei der Zeitung – seine Sucht machte ihn fertig. Zodiac verriet nun nichts mehr über seine Opfer. Im ganzen Land tauchten Nachahmungstäter auf. Doch der wahre Täter lief weiter frei herum. Damit war Graysmiths Stunde gekommen. Und sie sollte dem Leben aller Beteiligten eine völlig neue Richtung geben.

Bahn unterm Hammer
Deutschland 2006„Warum muss diese Bahn an die Börse gehen?“ fragt zu Beginn des Films der Finanzkolumnist der Financial Times Lucas Zeise. Der Film geht dieser Frage nach und bringt erstaunliche Fakten und Schemata zu Tage: Er zeigt eine Bahn, die bereits seit Jahren auf Privatisierungskurs steuert, alles für die Börse tut und immer weniger für den Kunden. "Je länger wir für den Film recherchiert und gedreht haben, desto irrsinniger erschien uns die Bahnprivatisierung", sagen Filmemacher Herdolor Lorenz und Leslie Franke über den Werdegang des Films. "Es gibt keinen sachlichen Grund für die Privatisierung, Experten raten ab, aber es gibt einen enormen Druck auf die Politik, die Bahn auch weit unter Wert zu verkaufen. Am besten mit Gleis und Bahnhof und allen Zügen." Dokumentarfilm

Das Flüstern des Mondes
Österreich 2006Jannis und sein Lover Patrick sind einem politischen Komplott auf der Spur, das schon mehrere Todesopfer forderte. Ihre Nachforschungen führen die jungen Filmemacher in einen Zirkus. Patrick heuert hier an, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Werden hier die todbringenden Giftfrösche gezüchtet? Und welche Rolle spielt das junge Mädchen, für das Sonnenlicht tödlich ist? Die beiden Jungs erleben ein Abenteuer, das ihre Liebe auf eine tödliche Probe stellt. Eine wilde und spannende Geschichte, erfindungsreich erzählt und visuell mit nichts vorher vergleichbar. Der Film erweitert herkömmliche Erzählweisen. So greift der Hauptdarsteller in das Geschehen auf der Leinwand ein, zeichnet auf das Bild, radiert Elemente aus, spult ganze Szenen zurück und lässt sie verändert wieder ablaufen. Ein interaktives Computerdesign gibt dem Betrachter das Gefühl, er würde den Film "miterschaffen".

Der Traum
Dänemark 2005Dänemark, Ende der 60er Jahre: Das Leben von Frits verändert sich für immer, als er eine verkratzte Schallplatte mit Martin Luther Kings Rede „I have a dream“ anhört. Frits verfolgt auf dem ersten Fernseher der Familie die Protestbewegung der 68er Jahre und die amerikanische Bürgerrechtsbewegung. Er ist begeistert von Rock'n'Roll, seinem neuen Hippie-Lehrer und der Aufbruchsstimmung einer ganzen Generation. Doch sein Glaube an Gerechtigkeit gerät ins Wanken, als er Opfer der brutalen Wutattacken des Schuldirektors wird. Frits benennt sich in Martin um und beginnt zu träumen: von einer Schule ohne Angst. Seine glühende Bewunderung für Martin Luther King gibt im die Kraft zur Rebellion gegen die scheinbar unanfechtbare Obrigkeit. Dabei wird nicht nur sein Mut auf eine harte Probe gestellt, sondern auch seine Eltern, Mitschüler und Lehrer werden gezwungen, Stellung zu beziehen.
